Échange journal - Tagebuch

Montag, 4. Mai
L‘arrivée -  die Ankunft
Nach einem frühen Aufbruch gegen 5 Uhr und circa 13 Stunden Fahrt treffen die Schüler aus Marigny und Canisy mit ihren Lehrern kurz nach 18.00 Uhr in Leer ein.

Dort werden sie von ihren  Austauschpartnern (corrès) in Empfang genommen. Auch vier Schüler aus Brinkum sind erstmals beteiligt und erwarten gespannt ihre corrès.
Anschließend gibt es einen kleinen Empfang  in der Möörkenschule. Der Schulleiter Herr Paul begrüßt die französischen Gäste. Nach ersten Gesprächen bei  Getränken und Gebäck starten alle in den ersten aufregenden Abend in den deutschen Familien.

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Dienstag, 5. Mai  
Une journée scolaire  allemande – ein deutscher Schultag
Am ersten Tag treffen sich die französischen Schüler in den verschiedenen Klassen und Fächern der Oberschule Kloster Barthe. Nach gemeinsamem Start der Heseler und Brinkumer Franzosen in Hesel geht es ab der 2. Stunde an den jeweiligen Standorten weiter. Die Franzosen sind mit im deutschen Fachunterricht und im Französisch-Unterricht gibt es Gelegenheit, sich zweisprachig gegenseitig vorzustellen und zu interviewen. Den Nachmittag und Abend verbringen die Gäste mit ihren Familien.


Mittwoch, 6. Mai  
Les cavernes de gaz à Jemgum et un programme de sport – Die Gaskavernen in Jemgum und ein Sportprogramm
Heute ging es für die gesamte deutsch-französische Gruppe nach Jemgum. 

Teil 1 für die Schüler der Oberschule Kloster Barthe mit ihren corrès: Besichtigung des Erdgasspeichers Jemgum.    
Im Besucherzentrum erhielten wir viele Informationen und zahlreiche  Werbegeschenke. David Urbanek, stellvertretender Betriebsleiter und seine Mitarbeiter erklärten uns die Anlage mit Hilfe einer Computerpräsentation in Bild und Film.  In Jemgum wird Erdgas in Gaskavernen gespeichert, indem zunächst mit zugeleitetem Emswasser in 1,5 km Tiefe künstliche Hohlräume in dem dort vorhandenen natürlichen Salzstock gespült werden. Das Salz ist der Überrest eines urzeitlichen Meeres. Diese Hohlräume sind die sogenannten Kavernen, die dann mit komprimiertem (verdichtetem) Erdgas befüllt werden können. (Zum Vergleich erklärte Herr Urbanek: „Das ist, als wenn man eine Badewanne voll Wasser in eine Milchtüte presst“). Zwei dieser Kavernen sind bereits fertig mit Gas befüllt, eine dritte wird gerade befüllt und bis 2019 sollen 7 weitere fertiggestellt werden.  Dann kann bis zu 1 Milliarde Kubikmeter Gas gespeichert werden. Man benötigt diese Speicher, um den schwankenden Bedarf an Erdgas über das Jahr auszugleichen. So wird im Sommer erheblich weniger Erdgas benötigt als im Winter, das dann entsprechend eingelagert und abgegeben werden kann. Nach der Präsentation gab es eine schicke Verkleidung mit Helm und Schutzbrille, die sich als  sehr fotogen herausstellte.  Auf dem Werksgelände  haben wir unter anderem das Auffangbecken der Sole (das Wasser, in dem das Salz aus der Tiefe gelöst ist) gesehen.
Nach dem Gruppenfoto in Schutzkleidung ging es zu Fuß zwischen dem futuristischen Werksgelände und den Schafen auf dem Deich nach Jemgum.


Teil 2: Gemeinsames  Mittagessen in der Carl-Goerdeler Schule
In der Jemgumer Schule bekamen wir ein leckeres Mittagessen an fein gedeckten Tischen.


Teil 3 für die Schüler/innen der Oberschule Kloster Barthe
Brennball und Völkerball für Jemgumer, Heseler und französische Schüler.  Es wurde jeweils mit zwei Bällen gespielt. Die Schülerinnen und Schüler waren mit viel Spaß dabei und konnten sich noch einmal richtig auspowern.
Unter einer immer dichter werdenden Wolkendecke warteten wir auf den Bus. Bei Starkregen ging es im Bus zurück nach Leer, Brinkum und Hesel und dann in die Familien.

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Donnerstag, 7. Mai  
La cuisine et Mme le maire - die Küche und die Bürgermeisterin
Heute fand der traditionelle Projekttag statt. Alle Schüler fanden sich in ihren jeweiligen Schulen ein. Es ging um Musik und vor allem in die Küche. Dort wurden Amerikaner gebacken.
Die Mittagszeit haben die deutsch-französischen Schüler in der Innenstadt von Leer verbracht. Dort hatte wir um 15.00 Uhr dann ein rendez-vous avec Mme le maire, mit der Bürgermeisterin Frau Kuhl. Sie holte uns an der Eingangstür ab und führte uns in den aufwendig restaurierten Rathaussaal. Dort hieß sie uns willkommen, erklärte uns den Saal und vor allem die ostfriesische Teezeremonie, für die schon eingedeckt war. Das alles übrigens machte Frau Kuhl überwiegend auf Französisch. Nach den obligatorischen drei Tassen Tee und Keksen trafen wir uns noch mit Frau Kuhl auf der Rathaustreppe zum Gruppenfoto.

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Freitag, 8. Mai
Pagayer et  pédaler -  Paddel und Pedal
Heute wurde es traditionell sehr sportlich. Für die ersten ging es um 7.45 Uhr von der Möörkenschule aus auf die Sättel, die wir - natürlich mit  Zwischenstopps und dem Tausch gegen Kanubänke - erst gegen 16.30 endgültig wieder verließen. In Hesel wurden die etwa 60 deutschen und französischen Lehrer und Schüler in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe fuhr mit den Rädern nach Westgroßefehn, die zweite Gruppe fuhr direkt nach Timmel. Dort wurden drei Zehner-Kanus mit Sportlern "befüllt", die sich auf mehr oder weniger direktem Weg auf die 6km Strecke nach Westgroßefehn machten. Ein Boot machte einen Zwischenstopp auf einer Sandbank, aber nach etwa 1 ¼ Stunden trafen alle wohlbehalten und mehr oder weniger durchnässt in Westgroßefehn ein. Dort wurden Sportgeräte und Ausrüstung getauscht, noch der ein oder andere Sattel verstellt und beide Gruppen machten sich auf den Rückweg nach Timmel auf dem Sattel oder mit dem Paddel in der Hand. Boot 1 und 3 lieferten sich einen packenden Endspurt und anschließend gingen Teile der Besatzung schwimmen. Boot 2 wollte die Reise mehr genießen und kam etwas später, dafür ließen sich einige Besatzungmitglieder noch vom Boot aus direkt ins Wasser fallen.
Jetzt war auch die Sonne endgültig  herausgekommen und die verbliebene Freizeit im Café, am Strand, im Wasser oder auf dem Spielplatz genutzt. Dann ging es „endlich“ wieder auf die Sättel Richtung Hesel, wo wir gegen 15.45 eintrafen. Aber noch waren nicht alle zu Hause. Fazit: Nach 50 -60 Kilometern  auf dem Fahrrad und 6 Kilometern im Kanu hatten wir es geschafft und konnten in das mehr oder weniger aktive Abendprogramm in den Familien starten.

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Samstag, 9. Mai/Sonntag 10. Mai
En famille – in den Familien

Montag, 11. Mai
Le chantier naval Meyer et la ville de Papenburg – Die Meyerwerft und die Stadt Papenburg
An diesem Morgen ging es für französische und deutsche Schüler und ihre Begleiter in Richtung Papenburg  zur Meyerwerft. In einer deutsch-sprachigen und einer französischsprachigen Führung erfuhren die Gruppen, wie dort die Kreuzfahrtschiffe von 300 - 450 Meter Länge und 40 Meter Breite gebaut werden und wie sie zum Meer überführt werden. Ein sehr interessanter und aufschlussreicher Besuch! Im Anschluss daran gab es eine geführte Tour durch Papenburg und natürlich auch freie Zeit im Stadtzentrum mit dem einen oder anderen Eis und sogar einigen Karusselfahrten.

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Dienstag, 12. Mai
Les musiciens de Brême et la soirée de départ - Die Bremer Stadtmusikanten und der Abschiedsabend
Heute ging es für die französischen Schüler mit dem Zug nach Bremen, während ihre deutschen Kollegen wieder die Schulbank drücken „durften“.  Auf dem Marktplatz wurden sie von einer französischsprachigen Führerin erwartet. Der Roland, der Dom und natürlich die Bremer Stadtmusikanten und das Schnoorviertel mit seinen alten Gassen wurden besichtigt. Anschließend gab es Zeit zum Mittagessen und zur weiteren Erkundung der Stadt auf eigene Faust.

Zurück am Bahnhof in Leer wurden die Franzosen von ihren deutschen Familien empfangen und gemeinsam ging es weiter zum Gemeindehaus nach Logabirum, wo der Abschiedsabend begangen wurde. Es waren schon viele Fotos aus den vergangenen Tagen zu sehen und es gab ein tolles Buffet aus mitgebrachten Speisen. Die französischen Schüler bedankten sich mit kleinen einstudierten Szenen und überreichten ihren Gastfamilien Blumen mit Dankeskarten. Bewegt stellten alle fest, dass die schöne gemeinsame Zeit bald zu Ende sein würde.
Für die Gäste ging es nun ans Packen, denn am Mittwoch würde es sehr früh in Richtung Köln gehen, um dort den letzten Tag in Deutschland zu verbringen. Die Schüler werden am Donnerstag, 14. Mai gegen 9 Uhr zu Hause in der Normandie erwartet.

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Es war eine tolle Zeit und wir sagen danke und bis bald in der Normandie oder in Ostfriesland!
C’était un temps merveilleux, et nous disons merci et à bientôt  en Normandie ou à la Frise orientale.